Getty Images übernimmt 200 Medienspezialist-Fotos

Die amerikanische Fotoagentur Getty Images hat 200 Fotos von Medienspezialist Daniel Baumbach in ihren Bestand übernommen. Sie zeigen Tiere, Landschaften, Architektur und Unterwasserfotos, die in Sardinien, Südafrika, Madeira, in der Dominikanischen Republik, auf den Malediven und in Deutschland  entstanden sind. Das erfolgreichste Motiv ist der verschneite Thüringer Wald rund um den Berg Schneekopf. 12 Fotos, bei schönstem Winterwetter aufgenommen, gefielen den strengen Prüfern und wurden ausgewählt für die Getty-Datei.

Zackenbarsch war schwer zu fotografieren

Die schwierigste Aufnahme war ein Unterwasserfoto eines riesigen Zackenbarschs in einem Naturschutzgebiet vor der Küste Madeiras. Denn der 2-Meter-Zacki war so zutraulich, dass er Kamera viel zu nah kam. Nur mit viel Mühe bekam Daniel Baumbach einen Abstand und ein scharfes Foto hin. Bemerkenswert im Hintergrund ist ein sehr seltener gelber Zackenbarsch, der aber deutlich scheuer war, als sein Kumpel.

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Fotografische Anfänge von Daniel Baumbach

Daniel Baumbachs erste Kamera war eine „Beirette“, ein kompakter und 25 DDR-Mark teurer Fotoapparat aus dem VEB Kameratechnik Freital bei Dresden. Mit 9 Jahren bekam er sie von seinen Eltern geschenkt und knipste fleißig drauflos. Vor allem sein Meerschweinchen, der nahe Stadtpark und seine Eltern waren seine ersten Motive. Mit 15 dann erlernte er dann das Handwerk im Erfurter Außenstudio der „Aktuellen Kamera“. Weil der dortige Korrespondent wegen der ständigen Staatsreisen Erich Honeckers nur selten ausgelastet war, hatte er genug Zeit und Lust, interessierten Jungs das Fotografieren und Entwickeln von Schwarz-Weiß-Fotos beizubringen. Daniel und sein Schulkamerad Matthias lernten im noch heute existenten „Presseclub“ viel und machten als nächsten Schritt in einer stillgelegten Schultoilette ihr eigenes Fotolabor auf. Die „Arbeitsgemeinschaft Foto“ der 31. POS war geboren. Vor allem abfotografierte Bravo-Poster entwickelten die beiden dort und betrieben bald einen schwunghaften Handel damit. Um das zu kaschieren, fotografierten sie auch diverse, meist langweilige Schulveranstaltungen. Vielleicht haben die Fotos ja in irgendeiner Schulchronik die Wende überlebt.

Daniel BaumbachEigenes Fotolabor war wichtig

In der Zeit seines Abiturs in Weimar hatte Daniel Baumbach dann schon sein eigenes Fotolabor. Hier entwickelte er coole Fotos seiner Freunde, von Weimarer Bands und dem Pfingstreffen der FDJ in Berlin. Denn er war 1989 als offizieller Berichterstatter der Zeitung der Hochschule für Architektur und Bauwesen dort – und verpasste alle offiziellen Aufmärsche. Dafür lockten – auch fotografisch – zu viele Konzerte, die für Verhältnisse der sozialistischen Jugendorganisation sehr punkig und undergroundig ausfielen.

Erstes Zeitungsfoto irritierte

Sein erstes richtiges Zeitungsfoto hatte Daniel Baumbach 1990 in der frisch gegründeten „Thüringer Allgemeinen“, und es brachte ihm gleich einigen Ärger ein. Denn das Foto, als Bewerbungsfoto für das Redaktionsvolontariat bei der Zeitung gedacht, zeigte seinen besten Freund mit seiner zu diesem Zeitpunkt schon wieder Ex-Freundin. Die Redaktion hatte es einfach ohne Rückfrage veröffentlicht, und nun stellten die beiden Abgebildeten zu Recht die Frage, ob Daniel damit etwas bezweckte. Nein, tat er nicht, außer die Zeitung von sich zu überzeugen, was ihm auch gelang. Er bekam eine Einladung zum Aufnahmetest, meisterte diesen und startete mit dem zweijährigen Redaktionsvolontariat seine journalistische Karriere. Daniel Baumbach

Fotos beruflich und privat

Heute fotografiert Daniel Baumbach als freier Journalist nicht nur beruflich, sondern auch viel privat. Vor allem Reportage-Fotografie auf Auslandsreisen und – seit er Sporttaucher ist – Unterwasser-fotografie haben es ihm angetan.

 

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